Postcard from Warnemünde: Come fly with me

Wer uns unseren Blog regelmäßig liest, der weiß, dass wir schon so einige gelungene Warnemünde-Videos vorgestellt haben. Eine Auswahl haben wir für euch ja auch auf einer Unterseite gesammelt inkl. historischer Aufnahmen aus den Anfängen der DDR. Bei Facebook ging nun ein neues Video viral, also durch die Decke, das anders ist als bekannte Videos. Wir haben für euch mit dem Macher gesprochen.


Bevor wir euch Simon Rohloff, den Macher des Videos im Interview vorstellen, kommt hier erstmal das Video selbst. Es wurde mit einer Drohne gefilmt und zeigt Warnemünde aus einer ganz anderen Perspektive. Durch die stimmungsvolle Musik erlebt man unseren Strand, Strom und Hafen nicht so "tourimäßig" wie in anderen Videos. Aber seht selbst.


1. Moin Simon, als wir dein Video "Postcard from Warnemünde" das erste Mal gesehen haben, dachten wir: Geil. Endlich mal eine andere Perspektive auf Warnemünde. Wie bist du dieses Video angegangen und was war dir bei der Umsetzung wichtig?

 

Ich hatte Anfang Juni den Auftrag einen Dental-Kongress im Hotel Neptun zu Filmen. Meine Drohne hatte ich zu diesem Zeitpunkt gerade mal seit fünf Wochen. Es waren natürlich auch Arealaufnahmen von der tollen Umgebung des Hotels geplant. Ich hatte viele Shots im Kopf, die ich unbedingt einmal ausprobieren wollte und somit produzierten wir mehr Material als eigentlich in der Dokumentation vorgesehen waren. Am Ende des ersten Tages hatte ich dann ca 45 Minuten Rohmaterial von der Strandpromenade und dem Hafen gesammelt. Viele Shots mussten gut vorbereitet werden und viele Personen am Strand etc. mussten auf unsere Luftaufnahmen im Vorfeld hingewiesen werden. Wir hatten einfach einen perfekten Tag mit absoluter Windstille und dass wollte ich ausnutzen.

Simon Rohloff bei der Arbeit (Foto: Sandro Jödicke I WHITEDESK)
Simon Rohloff bei der Arbeit (Foto: Sandro Jödicke I WHITEDESK)

2. Du bist ja professioneller Filmemacher. Wie bist du dazu gekommen und was liebst du an deinem Job?

 

Mit 14 Jahren entdeckte ich die Leidenschaft für die Kameraarbeit. Ich wuchs in Berlin auf und fuhr mit meinen Kumpels Skateboard. Durch Skateboardvideos der bekannten Marken wurde ich inspiriert und liebte es, wie durch Bilder Emotionen erzeugt werden. Es dauerte natürlich nicht lange bis wir selber zur Kamera griffen und die ersten kleineren Skateboardfilme produzierten. Damals stand für mich fest, dass ich Kameramann werden wollte und verfolgte das Ziel bis hin zum Studium in Berlin und Mittweida. Mittlerweile mache ich ja viel mehr als nur die Bilder. Von der Konzeption bis hin zur Vertonung und Schnitt biete ich alles aus einer Hand und das bis hin zu einer Auflösung von 4k. Ich liebe es mittels Bildern und Musik Emotionen bei meinen Mittmenschen zu erzeugen. Filme lassen uns manchmal für einen kurzen Augenblick Probleme vergessen und geben uns die Möglichkeit Abzuschalten, können aber genau so gut auf große Probleme hinweisen. Das Medium Film und Fotografie ist sehr vielfältig und das trifft natürlich auch auf die Arbeit der Filmschaffenden zu.

 

3. Welchen Bezug hast du überhaupt zur Küste und zu Warnemünde?

 

Meine ersten Sommerurlaube ohne Eltern führten mich in ein Zeltlager auf Usedom. Und das dann mehrere Jahre hintereinander. Nach meinem Abitur machte ich dann für ein Jahr ein Praktikum in Hamburg bei dem freien Sender TIDE. Ich liebe es, wie locker die Mentalität im Norden von Deutschland ist. Es dauert nicht lange als Fremder neue Leute kennenzulernen. Es herrscht auch eine gewisse Ehrlichkeit "dort oben“ die ich sehr schätze. In Warnemünde war ich das letzte mal mit meinen Eltern kurz nach der Wiedervereinigung und freute mich, die Gegend knapp 25 Jahre später wieder zu sehen. Die Nord- und Ostseeküsten sind doch sehr wertvolle Teile von Deutschland und fördern meine Kreativität.


4. Hast du für die Zukunft noch weitere, ähnliche Projekte in der Pipeline?

 

Seit dem ich die Drohne angeschafft habe, habe ich sie in meinem Kofferraum „geparkt“, um sie immer dabei zu haben. Ich komme relativ viel in Deutschland umher und fliege wann immer es mir möglich ist. Sehe ich eine interessante Location, sehe ich auf die Uhr und wenn ich Zeit habe fliege ich mal drüber und schaue was so geht. Das kann sogar zu einer Art Sucht werden. Man fängt an, bestimmte Locations im Kopf zu sammeln, die man unbedingt mal aus der Luft gefilmt haben möchte. Landschaften interessieren mich dabei am meisten. Zur Zeit bin ich viel in Thüringen unterwegs und werde bald eine Postkarte von Thüringen zusammen basteln :-)

 

5. Wo können wir mehr von dir sehen?

 

Am besten schaut ihr immer mal wieder bei mir auf meinem Vimeo Kanal rein oder auf Facebook. Hier erfährt man eigentlich am schnellsten, wenn ich mal wieder etwas fertig habe. Mein Showreel wird auf meiner Website jedes Jahr im Januar aktualisiert. Hier sieht man eine Zusammenfassung meiner schönsten Produktionen des vergangenen Jahres. PFW wird natürlich dazugehören.

 

www.simonroloff.de

www.facebook.com/simon.roloff.7

www.vimeo.com/simonroloff


Wir danken Simon für das Interview und können euch nur empfehlen: Checkt mal die Seiten von ihm ab. Da geht noch jede Menge mehr. Wir behalten ihn auf jeden Fall auf dem Radar ;)


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