Ein "voller" Erfolg. Das war die 24. Hanse Sail

Wie wir bereits im Frühjahr hier im Blog berichtet hatten, wurde die Hanse Sail auch dieses Jahr wieder von vielen als das maritime Event des Jahres erwartet. Gestern Abend endete das viertägige Windjammer-Ereignis nun, das von so vielen Gästen wie noch nie besucht wurde. Ersten Schätzungen zufolge besuchten ca. 1 Million Menschen die Sail. Auch wenn man daher von einem "vollen" Erfolg sprechen kann, wurden bereits erste kritische Stimmen laut.

 

Stoßen wir langsam an die Kapazitätsgrenzen in Warnemünde und Rostock? Sollte man eventuell sogar drüber nachdenken, die Hanse Sail zu verkleinern? 


Gestern endete die 24. Hanse Sail. Mehr als 200 Traditionsschiffe waren dieses Mal zu Gast in den Häfen von Warnemünde und Rostock. Darunter gab es einige Stammgäste wie der Eisbrecher "Stettin" oder der Dreimaster "Kruzenstern". Hanse Sail-Chef Holger Bellgard sagte im Interview mit dem NDR, man sei von Seiten der Organisatoren sehr zufrieden mir der gesamten Veranstaltung. Sowohl das Wetter als auch die gute Stimmung der Gäste hätten dazu beigetragen.


Hanse Sail 2014, by Maik Pixelino

Zur Freude der Segler spielte das Wetter über weite Strecken mit. Auch wenn es am Samstag zwischenzeitlich einige Schauer gab, so blieb der nötige Wind doch nie aus und die Sonne kam immer wieder durch. Am Sonntag gab es sogar einen spektakulären Sonnenuntergang zu bestaunen. Zu den Highlights der Schiffe gehörten die russischen Viermast-Barken "Sedov" mit einer Länge von 117,5 Metern und die "Kruzenstern" mit einer Länge von 114,5 Metern sowie das 108,8 Meter lange polnische Segelschulschiff "Dar Mlodziezy". Auch das deutsche Segleschulschiff "Gorch Fock" war zur Freude vieler Besucher wieder am Start. 



Am Samstag kam es zur großen Geschwaderausfahrt des Großseglertreffens, bei dem die Schiffe die rund 11 Kilometer lange Strecke vom Rostocker Stadthafen zur Ostsee vor Warnemünder segelten. Der Rostocker Fotograf Maik Pixelino, den wir hier im Blog neulich im Interview hatten, war während der Hanse Sail mit seiner Kamera unterwegs und hat tolle Aufnahmen der Segler gemacht. Auch das große "Sailor-Feuerwerk" am Samstag Abend fing er sehr schön ein. Bitte schön.



So positiv wie das Feedback auch war, einige kritische Stimmen wurden zum Ende hin doch laut. So platzen sowohl der Warnemünder als auch der Rostocker Hafen regelrecht aus allen Nähten. Viele Touristen waren verärgert, mussten sich mit Ellenbogen durch die Massen schieben, Einheimische mieden das Treiben nicht selten. Da wurde nicht selten die Frage diskutiert, ob die Kapazitätsgrenze der Sail erreicht sei. Wir wollen daher eure Meinung wissen. Vertragen Warnemünde und Rostock noch mehr Gäste? Immerhin lagen auch noch die Kreuzfahrtschiffe AIDA und Norwegian Star im Hafen. Am Strand fand dazu das Beach Soccer Finale der Deutschen Meisterschaft statt, bei der unsere Jungs, die "Rostocker Robben" gewinnen konnten. Es war viel los an diesem langen Wochenende. Nächstes Jahr soll die Sail laut Organisation nicht größer, dafür aber internationaler werden. Wir sind gespannt. Auch auf eure Meinung. Wie habt ihr die Hanse Sail empfunden? Was sollte sich ändern?


Hier kannst du den Artikel teilen:


Kommentar schreiben

Kommentare: 0